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Januar 1998

Unterwasserhockey

Mit der weltweiten Verbreitung des Tauchsports sind eine Reihe von Wettkampfsportarten entstanden, wie z.B. das Unterwasserhockey, das sich in Deutschland zunehmender Popularität erfreut. Im Gegensatz zum in Deutschland seit langem etablierten Unterwasserrugby ist Unterwasserhockey erst seit dem 26.01.1998 offizieller Wettkampfsport des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST), wird aber bereits seit 1996 mit großem Enthusiasmus in verschiedenen Städten betrieben.

Unterwasserhockey und Unterwasserrugby sind weltweit verbreitete Sportarten: Unterwasserrugby eher in Osteuropa und Skandinaven, Unterwasserhockey dagegen in West- und Südeuropa, Amerika, Australien und im südlichen Afrika.

Im folgenden möchten wir Ihnen Unterwasserhockey (UWH) und die deutsche Nationalmannschaft vorstellen.

Geschichte Unterwasserhockey

Unterwasserhockey wurde erstmals 1954 vom englischen Tauchlehrer Alan Blake erdacht, um Ausdauer und Schnorchelfertigkeiten seiner Tauchschüler spielerisch zu trainieren. Vorangetrieben wurde die Popularität dieses Wassersports dann maßgeblich durch Aktivitäten in British Columbia (Kanada):
Im Jahre 1962 wurde UWH erstmals vom "Vanquatics Scuba Club" in Vancouver gespielt, und bereits 10 Jahre später formierte sich der Unterwasserhockey-Verband British Columbia (UHABC), der stark von der hiesigen Landesregierung unterstützt wurde.
Nach den ersten kanadischen Meisterschaften (1975 Herren, 1978 Damen) richtete Vancouver 1980 die ersten offiziellen Unterwasserhockey-Weltmeisterschaften aus.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Sport bereits bezüglich Regelwerk, Ausrüstung etc. zu seiner heutigen Form entwickelt.
Mittlerweile unterhält die Confédération Mondiale des Activités Subaquatique (CMAS) eine eigene UWH-Kommission, die den Sport international vorantreibt und koordiniert. In vielen Staaten existieren eigene Verbände bzw. Subkomitees. Traditionsreiche Verbände wie die französische Fédération Française d'Études et des Sports Sous-Marins (FFESSM) können sogar mehrere Ligen autweisen (1. & 2. Nationalligen, 1. & 2. Regionalligen, jeweils für Frauen & Männer).
Jeweils im Zwei-Jahres-Zyklus werden Welt- oder Europameisterschaften ausgetragen.

Das deutsche Team

Das deutsche TeamAuf Einladung der französischen FFESSM ging bei den Europameisterschaften vom 1. bis 4. Mai 1997 im französischen Reims erstmals eine deutsche Nationalmannschaft an den Start, die bei ihrem ersten Auftritt auf internationalem Parkett auf Anhieb überzeugen konnte und den 7. Platz von neun gestarteten Mannschaften errang. Die anderen europäischen Mannschaften und Funktionäre zeigten sich sofort interessiert, den UWH-Sport in Deutschland zu fördern und zu etablieren. Unterstützung erführ die deutsche Nationalmannschaft durch die anwesenden Mannschaften in Form von Einladungen zu Trainingslagern, Lehrgängen und Turnieren, wie z.B. der WM '98 und der EM '99, aber auch Spielgerät (Schläger und Pucks) wurde zur Förderung des UWH in Deutschland bereitgestellt. Das erste gemeinsam von französischen und deutschen Spielern gestaltete 4-tägige Trainingslager fand bereits im Juli '97 in der Nähe von Paris statt, ein weiteres im April '98.

Ferner waren Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft bei einem offenen Turnier am 1. Februar '98 in Nancy vertreten und konnten einen beachtlichen Spielerfolg verbuchen. Von den Niederländern angebotene Schiedsrichterlehrgänge sollen demnächst von einigen Spielern absolviert werden, damit für nationale und internationale Begegnungen offizielle Schiedsrichter zur Verfügung stehen.
In Deutschland wurde seither in Zeitungen und Radiosendungen mehrfach über die relativ neue Sportart und die Teilnahme an der EM '97 berichtet.

Aufgrund des auf Anhieb guten Erfolges bei der EM '97 wurde für die WM '98 wiederum eine Mannschaft aufgestellt und gemeldet. Die Weltmeisterschaften fanden vom 1. - 15. Juni 1998 in San José in der Nähe von San Francisco (Kalifornien) statt. Mannschaften aus Argentinien, Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Groß-Britannien, Holland, Irland, Kanada, Kolumbien, Philippinen, Slowenien, Spanien, Süd-Afrika, USA, Jugoslawien und Zimbabwe kämpften auf der WM um den Weltmeistertitel.
Für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft hat BAUER Kompressoren die Mannschaft als Sachsponsor mit Teamkleidung aus der MAXXIMUM PRESSURE COLLECTION ausgestattet.

Der deutschen Nationalmannschaft der Männer für die WM '98 gehörten an:

  • Laurence Sarre, Coach
  • Tobias Wionka
  • Elmar Finke
  • Alexander Möller
  • Andreas Schulz
  • Andreas Oest
  • Armin Rakow
  • Christof Stoll
  • Jan Carmanns
  • Jerome Risch
  • Johannes Grote
  • Nicolai Bianchi
  • Oliver Schneider
  • Roland Schmier
  • Guido Kaiser
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